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Wandern im Harz - Der Karstwanderweg


Der Karstwanderweg – ein Erlebnispfad für die ganze Familie 

Während die klassischen Wanderwege im Harz vor allem um den Brocken führen, birgt der Harz noch einen kleinen Geheimtipp: den Karstwanderweg. 200 Kilometer ist er lang und eigentlich eine Tour für eine ganze Woche. Doch ein Teilabschnitt ist eine ideale Wochenend-Wanderung für Familien mit Kindern ab sechs Jahren mit höchstem Erlebnisfaktor.

Die Wanderung beginnt im kleinen Ort Pölsfeld bei Sangerhausen im „Biosphärenreservat Karstlandschaft“ ganz im Westen von Sachsen-Anhalt am südöstlichen Rand des Harzes. Rote Balken auf weißem Grund markieren den Weg.

Das erste Highlight ist der Bergbaulehrpfad bei Wettelrode, hier kann man an einer äußerst lehrreichen Führung teilnehmen. Der Wanderweg verläuft weiter an der so genannten Mooskammer entlang. Hier stößt man überall auf einstige Schachtanlagen des Kupferschieferbergbaus, die man an Busch- und Baumgruppen auf kleinen Hügeln erkennt. Ein wunderbares Gebiet für Kinder mit hohem Entdecker-Potential. Von diesen Hügeln hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Schloss Morungen und bis nach Großleinungen hinunter.

Jetzt lohnt sich ein kurzer Abstecher zur ausgeschilderten Ankenbergschwinde. Eine Schwinde ist eine natürliche Öffnung, in der Wasser in einem unterirdischen Hohlraum versickert. Ein weiteres wunderbares Spielgelände für Kinder, vor allem auch deshalb, da es hier auch noch eine Besenbinderwerkstatt und eine alte Schmiede zu sehen gibt. Und noch immer wandert man durch das Biosphärenreservat "Karstlandschaft Südharz".

Jetzt geht der erste Wandertag zu Ende. Seine Unterkunft bucht man am besten in Hainrode mit zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten.

Der zweite Tag führt auf dem Karstwanderweg weiter über die „Krumme Trift“ bis nach Questenberg. Dieser Ort mit vielleicht 350 Einwohnern ist einer der interessantesten der Wanderung: Eine mittelalterliche Feudalburg und wunderbare Fachwerkhäuser machen diesen Ort zu einem richtigen Schmuckstück. Direkt neben der Kirche steht eine überlebensgroße Holzfigur, der Roland. Von hier aus steigt man zur Questenberg hinauf und kann diesen einmaligen Ort von oben bewundern. Es gibt noch viel mehr in Questenberg zu entdecken, man muss sich nur die Zeit nehmen, aber die hat man, wenn man seine Wochenend-Wanderung über den Karstwanderweg hier beendet.



S.(0-50)                                                                                            zurück zur Übersicht




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