Bergwerke, historische Städte und herrliche Wälder: der Harz
Auf einer Länge von 90 Kilometern und 30 Kilometer Breite liegt verkehrsgünstig der Harz - eines der sagenumwobensten Mittelgebirge Deutschlands, das sich drei Bundesländer, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, teilen.
Der große Aufschwung als Ferienregion begann mit der Wiedervereinigung. Ferien im Harz wurde zu einem Markenzeichen für Erholung und Geschichtserlebnis, aber auch für modernen Wellness-Urlaub in den schönsten Regionen.
Und mitten drin der „Brocken“ mit seiner stattlichen Höhe von fast 1150 Metern Höhe, wo sich in der Nacht zum 1. Mai „Hexen“ aus ganz Deutschland treffen, dann wird auch die Schmalspurbahn von Wernigerode aus zu einem wahren „Hexen-Express“. Sonst aber kommen die Gäste zur Erholung, oder aber man macht einen Harz-Urlaub zu einem Aktiv-Urlaub oder zu einem Fahrrad-Urlaub.
Die Übernachtungsbranche hat sich perfekt auf die Urlauber mit ihren unterschiedlichsten Ansprüchen eingestellt. Hotels und Pensionen locken durch Spezialangebote Gäste in den Harz, und dabei liegen Kurz-Urlaub, aber auch Familienurlaub ganz weit vorne. Für Wintersportler werden immer neue Programme aufgelegt, dies gilt besonders für die Wintersportorte St. Andreasberg und Braunlage, mit ihrer hervorragenden Infrastruktur für einen tollen Winter-Urlaub.
Urlaubsziel zu jeder Jahreszeit ist die „Harz-Hauptstadt“ Goslar. Goslars mittelalterliche Altstadt ist gemeinsam mit dem Erzbergwerk Rammelsberg Weltkulturerbe der Unesco. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt können auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken. Silber und Eisenerz haben schon im Mittelalter für Reichtum und Wohlstand gesorgt. Und auf die Spuren des Abbaus trifft man noch im gesamten Harz. Deshalb ist ein Bergwerksbesuch eigentlich Pflicht. Roederstollen und Grubenbahnfahrten tief in den Rammelsberg hinein werden ganzjährig angeboten, für Kinder spezielle Abenteuertouren. Goslar zu Füßen der Kaiserpfalz bietet auch eine ausgezeichnete Hotellerie, Pensionen, Ferienwohnungen und Gästehäuser – ist Goslar doch ein idealer Ausgangspunkt für alle Unternehmungen im Harz.
Eine weitere sehr geschichtsträchtige Stadt im Harz ist Quedlinburg. Kaum irgendwo sonst in Europa haben sich so viele Architekturstile auf solch engem Raum versammelt: Renaissance und Jugendstil, aber auch romanische und gotische Architektur, Bauwerke fast aller Epochen. Die historische Altstadt, mit verwinkelten Kopfsteinpflaster-Gassen und romantischen Plätzen zeigt dem Besucher sage und schreibe 1200 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten. Dies hat Quedlinburg ebenfalls zu einem Unesco-Weltkulturerbe gemacht.
Wernigerode hat auch eine nette, gemütliche Altstadt, ist aber vor allem durch die Harzer Schmalspurbahn zum Brocken bekannt. Vom Gipfel aus kann man unzählige Wandertouren unternehmen, vorbei an einigen Bergseen, kleinen Bächen und wunderschönen Tälern. Konnte man zu DDR-Zeiten die ganze Schönheit des Harzes nur teilweise genießen, ist heute das Wandervergnügen unbegrenzt. Allein um Clausthal-Zellerfeld im Oberharz kann man etwa 70 kleinere und größere Teiche umrunden. Sie wurden für die Bergwerke zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert künstlich angelegt, sind heute jedoch integrierter Bestandteil des Naturdenkmals Harz, mit einer faszinierenden artenreiche Fauna und Flora.
Clausthal-Zellerfeld ist in der industriellen Geschichte eine wirklich bedeutende Stadt. Nicht nur des ehemaligen Bergwerks Kaiser-Wilhelm-Schacht wegen. Das „Oberharzer Bergwerksmuseum“ und das „GeoMuseum“ der „Technischen Universität Clausthal“ sind wahre Besuchermagneten – für Freunde von Mineralien ein kleines Paradies.
So auch die älteste Tropfsteinhöhle des Harzes im Iberg mit versteinerten Wasserfällen in der Welt eines sensationellen 380 Millionen Jahre alten Korallenriffs. Hier wurde das gut erhaltene mittelalterliche Eisenbergwerk „Gelber Stieg“ entdeckt.
Einen umfassenden Harz-Überblick kann man durch das Befahren der „Straße der Romanik“ bekommen: Zahlreiche Schlösser, Burgen, Kaiserpfalzen und Kirchenbauten sind Teil der Kulturlandschaft Harz.
Die Übernachtungsmöglichkeiten sind in ihrer Vielfalt kaum zu übertreffen: Ferienhäuser an einem See, Ferienwohnungen in historischen Fachwerkhäusern, Hotels und Pensionen aller Kategorien und die preisgünstigen Gästehäuser und Zimmer – der Harz ist zwölf Monate im Jahr eine Reise wert.